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Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL)

Niedergelassene ÄrztInnen verkaufen immer mehr private Leistungen an gesetzlich Krankenversicherte. Inzwischen wird mehr als jedem vierten Versicherten (28,3 %) binnen Jahresfrist eine medizinische Leistung auf Privatrechnung verkauft, die Zusatzeinnahmen der Ärzte bei der Behandlung von gesetzlich Krankenversicherten sind damit auf 1,5 Mrd. Euro im Jahr angewachsen. Die geforderte schriftliche Vereinbarung von Privatleistungen an gesetzlich Krankenversicherte unterblieb in 54,4 Prozent der Fälle, jede siebte Privatleistung entstand sogar ohne Rechnung. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen WIdOmonitors, einer repräsentativen bundesweiten Befragung von 2.500 GKV-Versicherten, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) vorgestellt hat.
Weitere Informationen unter: http://www.wido.de/meldungakt+M5d330767a06.html
Viele IGeL-Leistungen scheiden jedoch auf der Grundlage wissenschaftlicher Prüfung - den Kriterien der evidenzbasierten Medizin entsprechend - aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen aus. Ihre Wirksamkeit ist entweder nicht eindeutig belegt oder anderen, günstigeren Verfahren keineswegs überlegen. In der clio 67 finden Sie zwei Artikel, die Hilfestellung für den Umgang mit IGeL-Angeboten bieten.

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