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Was
ist Osteoporose? |
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Gibt
es Anzeichen einer Osteoporose? |
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Welches
sind die Risikofaktoren, die eine Osteoporose-Erkrankung
begünstigen? |
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Was
besagt die Knochendichte-Messung? |
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5)
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Welchen
Zusammenhang gibt es zwischen Menopause und Osteoporose? |
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Welche
Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es bei Osteoporose?
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Welche
Therapiemöglichkeiten gibt es bei Osteoporose? |
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Welches
sind die wichtigsten Medikamente? |
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1)
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Was
ist Osteoporose?
Osteoporose bedeutet "porös gewordene Knochen".
Es handelt sich um eine Erkrankung des gesamten Skeletts,
bei der die Knochen in erheblichem, anormalem Maße
(mehr als 25%) an Knochenmasse verlieren. Dieser Substanzverlust
führt zu einer erhöhten Bruchanfälligkeit.
Bei Osteoporose ist der Knochenstoffwechsel gestört.
Die Ursachen für diese Erkrankung sind vielfältig
und noch nicht vollkommen geklärt. |
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Gibt
es Anzeichen einer Osteoporose?
Osteoporose entsteht meist schleichend und
wird deshalb häufig erst im fortgeschrittenen Stadium
erkannt. Schmerzen und Beschwerden im Rückenbereich
können viele Ursachen haben und weisen nicht unbedingt
auf Osteoporose hin.
Arthritis oder auch Arthrose sind nicht mit Osteoporose
zu verwechseln. Eine Abnahme der Körpergröße
von über 4 cm und die Entstehung des bekannten
"Witwenbuckels" sind für Laien die deutlichsten
Zeichen. |
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Welches
sind die Risikofaktoren, die eine Osteoporose-Erkrankung
begünstigen?
- Veranlagung
(d.h. Mutter, Großmutter oder Tante erkrankten)
- Ernährungsmangel
im Alter und in der Jugend
- Bewegungsmangel
- Lang
andauernder Hormonmangel durch: z.B. Entfernung
der Eierstöcke vor dem 40. Lebensjahr oder
frühe Wechseljahre, langjähriges Ausbleiben
der Menstruation, Magersucht, Leistungssport
- Übermäßiger
Alkoholkonsum
- Starkes
Rauchen
- Untergewicht
bzw. Schlanker Körperbau
- Störungen
von Magen, Darm oder Nieren
- Überfunktion
der Schilddrüse
- Längere
Einnahmen von Kortison oder Heparin (die Blutgerinnung
hemmender Stoff)
Sie sind
in der Regel gefährdet, wenn mehrere dieser Risikofaktoren
bei Ihnen zutreffen. Sie können jedoch viele
davon meiden bzw. ausgleichen und so der Entwicklung
einer Osteoporose vorbeugen.
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Was
besagt die Knochendichte-Messung?
Diese Messung ist nur ein Teil der geforderten
Stufen- Diagnose aus körperlicher Untersuchung,
Ermittlung der Risikofaktoren durch ausführliche
Anamnese und Blutuntersuchung zur Differenzialdiagnostik.
Sie sollte nur durchgeführt werden, wenn ein Risiko
(s.o.) für diese Erkrankung angenommen wird. Eine
Messung am Handgelenk bzw. Fußknöchel ist
zu ungenau und bietet derzeit keine Grundlage für
eine Therapie. Besteht aufgrund einer solchen Messung
ein Osteoporose -Verdacht, muss dies durch eine Messung
mit der DEXA- Methode an der Lendenwirbelsäule
und im Oberschenkel-Bereich in einem darauf spezialisierten
Institut bestätigt werden. Welche Maßnahmen
aufgrund des Messergebnisses ergriffen werden sollten,
entscheidet bei älteren Personen (>60 Jahre)
weniger die Definition Osteoporose (diese bedeutet mehr
als 25% Abweichung vom T-Wert = durchschnittliche maximale
Knochendichte mit 30 Jahren), sondern die Abweichung
vom altersgemäßen Wert (= Z-Wert). Außerdem
sollte eine zusätzliche Blutuntersuchung abklären,
ob gerade ein verstärkter Knochenabbau stattfindet
und welche Ursachen für die verminderte Knochendichte
vorliegen (z.B. erhöhte Schilddrüsen- Hormone,
erhöhtes Parathormon). Eine Vergleichs- bzw. Kontrollmessung
sollte frühestens nach einem Jahr von demselben
Institut mit derselben Messmethode am selben Messort
des Körpers durchgeführt werden. |
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Welchen
Zusammenhang gibt es zwischen Menopause und Osteoporose?
Bei einer Reihe von Frauen in
und unmittelbar nach den Wechseljahren wurde ein besonders
rascher Knochendichteabbau festgestellt (3-5% pro Jahr),
der sich aber nach einigen Jahren wieder verlangsamt
und normalisiert. Da jedoch alle Frauen die Wechseljahre
erleben und nur eine kleine Anzahl erkrankt, kann der
Rückgang der Östrogene allein nicht der entscheidende
Risikofaktor für Osteoporose sein. |
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Welche
Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es bei Osteoporose?
Nach heutigem Forschungsstand
(2006) darf die Hormontherapie nicht mehr zur Vorbeugung
von Osteoporose eingesetzt werden. Ein Schutz vor
Knochenbrüchen besteht nur bei Langzeiteinnahme.
Bei dieser steigt jedoch das Brustkrebsrisiko an:
Jeder verhinderte Oberschenkelhalsbruch (mit über
75 Jahren) wird, statistisch gesehen, durch eine Brustkrebserkrankung
(häufig mit 60 Jahren) "erkauft". Zusätzlich
erhöht sich durch die Hormongabe das Thrombose-Risiko,
das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Gallenwegs-Erkrankungen
und Inkontinenz.
Zur Vorbeugung
einer Osteoporose gibt es bessere Alternativen, die
mit geringeren bzw. gar keinen Nebenwirkungen behaftet
sind: Sie besteht in der Hauptsache aus gezieltem,
regelmäßig durchgeführtem Bewegungs-Training
und einer mineralstoffreichen, vorwiegend vegetarischen
Ernährung (mit Milchprodukten!) in die ein bis
zwei mal pro Woche Soja, Hirse und andere Nahrungsmittel,
die viele Phytoöstrogene enthalten, integriert
werden.
Je nach Art und Anzahl der individuellen Risikofaktoren
reicht selbst bei einer Knochendichte im unteren Normbereich
diese intensivierte knochenfreundliche Lebensführung
meistens aus, um einer Osteoporose vorzubeugen.
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| 7) |
Welche
Therapiemöglichkeiten gibt es bei Osteoporose?
Osteoporose kann wie
andere Alterserkrankungen nachhaltig die Lebensqualität
beeinflussen. Obwohl in Diagnostik und Therapie Fortschritte
erzielt wurden, erhält nur etwa jede vierte Patientin
eine adäquate Therapie. Die teuren Bisphosphonate,
Mittel der Wahl zur Osteoporose-Therapie, werden immer
noch zu zögernd verschrieben, da sie das Budget
der einzelnen ÄrztInnen sehr belasten. Die Kosten
für die unbestritten wichtige Krankengymnastik
und andere physikalische Therapien werden von den Krankenkassen
nur zu einem geringen Teil übernommen. Ebenso die
Kosten der Knochendichtemessungen, die erst nach einem
osteoporotischen Bruch von den Kassen bezahlt werden.
Sie werden auch zu massiv Frauen ohne besonderer Osteoporosegefährdung
angeboten, anstatt diejenigen gezielt zu untersuchen,
die ein höheres Risiko haben und demnach am stärksten
von einer Messung profitieren würden.
Dies führt
dazu, dass einerseits Frauen allein aufgrund der Ergebnisse
ihrer Knochendichtemessung, ohne weitere Abklärung
mit teuren Medikamenten übertherapiert werden.
Andererseits Frauen, die eine Abklärung gebraucht
hätten, aus wirtschaftlichen Gründen keine
Messung vornehmen ließen und nun zu spät
oder gar keine Therapie erhalten.
Die neuen
Leitlinien
zu Diagnostik und Therapie des Dachverbandes Osteologie
und der Arzneimittelkomission der Deutschen Ärzteschaft
sollen die bisherigen Fehler korrigieren helfen. Die
Patientenversion kann direkt von den Gesellschaften
angefordert werden.
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Welches
sind die wichtigsten Medikamente?
Ältere Personen über 70 Jahre mit einer
leichten Osteoporose können allein mit einer
hohen Dosierung Vitamin D zur Vorbeugung, Schmerzlinderung
und Behandlung der Osteoporose auskommen.
Das Mittel Raloxifen (Evista®) ist zwar
auch ein Hormon, das jedoch gezielter am Knochen wirkt
und weniger an der Brust und der Gebärmutter.
Es wird mit einigem Erfolg zur Osteoporose-Prophylaxe
und Osteoporose-Behandlung eingesetzt. Es bremst den
Knochenabbau, erhöht jedoch wie die Östrogene
und Gestagene das Thromboserisiko. Bei der Einnahme
kommt es häufig zu Hitzewallungen und anderen
Wechseljahres-Symptomen.
Mittel
der ersten Wahl zur Behandlung einer Osteoporose sind
die Bisphosphonate Alendronat (Fosamax®)
und Risedronat (Actonel®). Sie belasten
allerdings häufig den Verdauungstrakt durch Entzündungen.
Eine Möglichkeit, diese Nebenwirkung zu mindern,
ist bislang die wöchentliche Einnahme einer höheren
Dosis.
Bei allen Therapien sollten zusätzlich Kalzium-(bzw.
Kalzium und Vitamin D) Tabletten eingenommen werden.
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Weitere
Informationen finden Sie in unserer völlig überarbeiteten
im Juni 2009 neu erschienenen Broschüre "Wechseljahre
- Praktische Begleitung für diese Lebensphase",
die Sie hier
bestellen können, sowie in Beratungen und Veranstaltungen
des FFGZ zu diesem Thema. (siehe
hier
in unserem neuen Programm). |
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