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Häufige Fragen zu PAP-Abstrich / HPV-Infektion

 
1) Was kann ich bei einem erhöhten PAP-Wert tun?
2) "Krebsvorsorge": Was ist ein PAP-Abstrich?
3)

Meine Gynäkologin empfiehlt die Dünnschichtzytologie (Thin-Prep-Test), da sie besser als der herkömmliche PAP-Abstrich sei, er wird aber von den Krankenkassen nicht übernommen. Was ist davon zu halten?

4)

Wie häufig sollte der PAP-Abstrich gemacht werden?

5)

Mir wurde aufgrund eines erhöhten PAP-Wertes eine Konisation vorgeschlagen. Ist das sinnvoll?

6)

Was sind die Ursachen eines erhöhten PAP-Wertes?

7)

Wie werden Humane Papilloma Viren (HPV) übertragen?

8)

In letzter Zeit ist viel über den Nutzen der HPV-Impfung zu lesen und zu hören. Was ist davon zu halten?

   
 
1) Was kann ich bei einem erhöhten PAP-Wert tun?
  Es gibt gute Möglichkeiten, um die Zellveränderungen wieder loszuwerden. Treten Sie mit uns in Kontakt, wir beraten Sie gerne.
 
2) "Krebsvorsorge": Was ist ein Pap-Abstrich?
  Bei einem Pap-Abstrich werden Zellen des Gebärmutterhalses auf Veränderungen (Dysplasien) untersucht. Die Krankenkassen zahlen Frauen ab 20 Jahren einmal pro Jahr diesen Abstrich.
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3) Meine Gynäkologin empfiehlt die Dünnschichtzytologie (Thin-Prep-Test), da sie besser als der herkömmliche Pap-Abstrich sei, er wird aber von den Krankenkassen nicht übernommen. Was ist davon zu halten?
  Die Krankenkassen übernehmen diesen Test nicht, da es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis eines Nutzens gibt, der über die des Pap-Abstrichs hinaus geht. Deswegen muss der Test als eine sogenannte IgeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) mit ca. 50 € bezahlt werden.
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4) Wie häufig sollte der Pap-Abstrich gemacht werden?
  In Deutschland wird er einmal, von manchen GynäkologInnen sogar zweimal im Jahr empfohlen. In anderen Ländern üblich und auch hier diskutiert ist eine dreimalige jährliche Wiederholung, um dann bei einem unauffälligem Ergebnis (Pap I und II) das Intervall zwischen zwei Abstrichen auf drei Jahre zu verlängern.
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5) Mir wurde aufgrund eines erhöhten Pap-Wertes eine Konisation vorgeschlagen. Ist das sinnvoll?
  Es gibt ein standardisiertes Vorgehen nach bestimmten Leitlinien, an das sich viele GynäkologInnen nicht halten. Sie empfehlen häufig zu schnell eine Konisation und setzen Frauen unter unnötigen Zeitdruck.
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6) Was sind die Ursachen eines erhöhten Pap-Wertes?
  Es gibt verschiedene Risikofaktoren, u.a. wird er durch Entzündungen erhöht. Einem erhöhten Wert (Pap 2w, 3), der sich nicht bald wieder normalisiert, liegt in den allermeisten Fällen eine Infektion mit Human Papilloma Viren (HPV), insbesondere den sog. Hoch-Risiko-Viren, zugrunde.
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7) Wie werden Humane Papilloma Viren (HPV) übertragen?
 

Diese Viren werden sexuell übertragen, Hauptüberträger sind die Männer.

Der wirkungsvollste Schutz bei heterosexuellem Geschlechtsverkehr sind Kondome. Es gibt Hinweise, dass - wie auch bei der Übertragung von HIV - beschnittene Männer den Virus in geringerem Maße übertragen.

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8) In letzter Zeit ist viel über den Nutzen der HPV-Impfung zu lesen und zu hören. Was ist davon zu halten?
 

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es einen durch Studien erbrachten Nachweis, dass die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr einen Nutzen bringt. Die Impfung mit Gardasil® wirkt gegen die HP-Viren 6 und 11 (Genitalwarzen) und 16 und 18, die sog. Hoch Risiko Viren bei Gebärmutterhalskrebs sind.
Die Impfung mit Cerverax® wirkt gegen HPV 16 + 18. Seit März 2007 gibt es die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Bei ihnen übernehmen die Krankenkassen die Kosten von ca. 465 €. Für Jungen gilt die Empfehlung nicht. Es gibt keinen Nachweis, dass die HPV-Impfung einen Nutzen erbringt für Mädchen und Frauen nach dem ersten sexuellen Verkehr.

Den aktuellen Flyer zur HPV-Impfung können Sie hier in deutscher und türkischer Sprache herunterladen.

Wir raten aufgrund der Datenlage, möglicher schwerer Nebenwirkungen und dem negativen Kosten-Nutzen-Verhältnis momentan von der HPV-Impfung ab.

   
   
Cornelia Burgert, FFGZ, Berlin
Ausführliche Informationen zu Pap-Abstrich und HPV-Infektionen finden Sie in unserer Zeitschrift clio 73 und in einer Beratung in unserer Einrichtung.
 
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