clio - Die Zeitschrift für Frauengesundheit informiert Sie umfassend, ganzheitlich, verständlich und pharma-unabhängig.

Liebe Leserinnen,
das Thema Krebsfrüherkennung beinhaltet viele Aspekte, die wir in diesem Heft beleuchten. Wie immer stellen wir darüber hinaus erfolgreiche praktische Hilfen vor.

Wir freuen uns über Ihr Interesse.
Ihr clio- und FFGZ-Team

clio Nr. 82 "Krebsfrüherkennung auf dem Prüfstand"

Inhaltsübersicht:

  • "Krebsvorsorge" am Gebärmutterhals
    CORNELIA BURGERT, FFGZ e.V. Berlin
    Über die schulmedizinische Neuausrichtung und Standards in Diagnostik und Therapie, Selbsthilfe und Komplementärmedizin

  • HPV-Test versus Pap-Abstrich?
    DR. MED. ANTJE HUSTER-SINEMILLIOGLU
    Zur aktuellen Diskussion über Veränderungen in der Krebsfrüherkennung für Frauen

  • Früherkennung von Gebärmutterkörperkrebs
    DR. MED. CHRISTIANE TENNHARDT
    Der vaginale Ultraschall?

  • Die Früherkennung von Eierstockkrebs
    PETRA BENTZ, FFGZ e.V. Berlin
    Ein Screening, das wenig nützt und viel schaden kann

  • Darmkrebs - Vorsorge und Früherkennung
    RENATE CHRISTENSEN
    Was wissen wir heute über diese Erkrankung, welche Vorsorge gibt es, gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern, wie sieht die heutige Früherkennung von Darmkrebs aus?

  • Darmgesundheit
    DR. MED. ANNETTE JÄNSCH
    Nicht nur im Darm, sondern rundum gesund durch gesunde Darmbakterien (Mikrobiota)

  • Das Präventionsgesetz
    DR. UTE SONNTAG
    Ziele, Strukturen und Genderaspekte

  • Aktuelles
    CORNELIA BURGERT, FFGZ E.V. Berlin

  • Neue Bücher
    MECHTHILD WILKE

clio 82 - Pressemitteilung

In der Medizin bahnt sich ein kritischerer Umgang mit Krebsfrüherkennungsmaßnahmen an, den sogenannten Screenings an Gesunden. Das langjährige Postulat, Früherkennung sei immer gut und notwendig und ein frühentdeckter Krebs besser heilbar, weicht dem Wissen, dass Früherkennung an Gesunden schaden, der Schaden den Nutzen überwiegen und es zu falsch-positiven Ergebnissen kommen kann, die durch weitere (unnötige) Eingriffe abgeklärt werden müssen.

Doch es mangelt weiterhin an - unabhängigen – Informationen, um Maßnahmen realistisch einschätzen zu können. Stattdessen werden häufig interessengeleitete Informationen gegeben und mit Angst gearbeitet.
Diese Lücke will diese Ausgabe der clio für Frauen schließen, indem sie die häufigsten Früherkennungsmaßnahmen vorstellt, die aktuellen Trends beleuchtet und eine kritische Einschätzung gibt.
Aufgegriffen wird die aktuelle Diskussion um die Früherkennung am Gebärmutterhals, in der es neben Diagnostik und Ursachen, schulmedizinischer Therapie und ganzheitlichen Maßnahmen auch um die Debatte „Pap-Abstrich versus HPV-Test“ geht.
Zunehmend werden Frauen Früherkennungsmaßnahmen als IGeL-Leistung angeboten, die sie selbst zahlen müssen und deren Evidenz wissenschaftlich umstritten ist, wie die Dünnschichtzytologie als Alternative zum herkömmlichen Pap-Abstrich, oder gar negativ beurteilt wird, wie der vaginale Ultraschall zur Früherkennung von Eierstockkrebs.
Zudem wird der vaginale Ultraschall zur Abklärung der Dicke der Gebärmutterschleimhaut unter die Lupe genommen, eine Maßnahme, die zunehmend Frauen ab den Wechseljahren angeboten wird. Damit soll das Risiko eines Gebärmutterkörperkrebses abgeschätzt werden.
Die Früherkennung von Darmkrebs wird breit beworben, viele Prominente machen sich dafür stark, im Artikel werden die Methoden vorgestellt und eine Einschätzung gegeben. Und last but not least stellen wir das neue Präventionsgesetz vor, unter genderspezifischem Blick.

Und mit dieser clio feiern wir 40 Jahre clio!

clio steht für die Verknüpfung von Wissen und Erfahrungen sowie das politische Engagement aus vier Jahrzehnten Arbeit des Frauengesundheitszentrums e.V. Berlin. Neben den FFGZ-Mitarbeiterinnen stell(t)en viele Fachfrauen aus Wissenschaft, Praxis, Gesundheitsberatung und -selbsthilfe, Medizin und Naturheilkunde ihre Expertise zur Verfügung. Ihnen allen an dieser Stelle ein großer Dank für ihr Engagement!
Und ebenso an die Leserinnen, die clio in all den Jahren die Treue gehalten, sie schätzen gelernt haben oder neu entdecken und feststellen, dass diese Zeitschrift einzigartig ist in dem, was und wie sie es vermittelt.

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