clio - Die Zeitschrift für Frauengesundheit informiert Sie umfassend, ganzheitlich, verständlich und pharma-unabhängig.

Liebe Leserinnen,
clio 83 widmet sich dem Thema Körper, Körperlichkeit. Wie viel Wissen steht uns zur Verfügung? Welche Begrifflichkeiten haben wir für unseren weiblichen Körper; welche Bilder und Gefühle produzieren sie?

Ein spannendes Heft mit neuen (Ein)Sichten.

Wie immer stellen wir darüber hinaus erfolgreiche praktische Hilfen vor.

Wir freuen uns über Ihr Interesse.
Ihr clio- und FFGZ-Team

clio Nr. 83 "Körper-Gefühle. Klitoris, Vulvina für sich entdecken"

Inhaltsübersicht:

  • Die Klitoris - die immer noch unbekannte Schöne?
    PETRA BENTZ, FFGZ e.V. Berlin
    Informationen rund um das komplexe Organ Klitoris.

  • Das Spekulum - ein Instrument der Selbstaneignung für Frauen
    CORNELIA BURGERT, FFGZ e.V. Berlin

  • Über die Entstehung des Wortes Vulvina
    ELLA BERLIN, Gesundheit für Mädchen und Frauen, Wiesbaden
    Neue Wortschöpfungen sind bitter nötig.

  • Frauenstimmen zu Vulvina

  • Das Jungfernhäutchen gibt es nicht!
    FMGZ Holla e.V. Köln
    Es gibt keine Haut, die nur Jungfrauen besitzen.

  • Unsere Vulva - Ein wundervoller Lotos
    BIRGIT KÜBLER, Heilpraktikerin/Sexualberatung in Regensburg
    Eine Körperreise.

  • Keine falsche Scham
    MAG.A DR.IN FELICE GALLÉ, FGZ Graz
    Das Geschäft mit der "Schönheit": Zwischen Vielfalt und Normierung.

  • Weibliche Genitalverstümmelung
    IDAH NABATEREGGA, Referentin bei TERRES DES FEMMES e.V.
    Eine echte Bedrohung der Betroffenen.

  • Vaginales Milieu in Balance
    CHRISTINA SACHSE, FFGZ e.V. Berlin
    Belastungen und Selbsthilfemöglichkeiten.

  • Blasenentzündungen
    GRETA SCHULER, Patientenberaterin bei der VdK Patientenberatung Baden-Württemberg
    Lästig, schmerzhaft, Energie raubend - was hilft?

  • Aktuelles
    CORNELIA BURGERT, FFGZ e.V. Berlin

  • Neue Bücher
    MECHTHILD WILKE, FFGZ e.V. Berlin

clio 83 - Pressemitteilung

Die neue clio setzt sich mit einem Thema auseinander, das in Zeiten des Internets und zunehmender Genitaloperationen eine neue Betrachtung überfällig macht.

Nach wie vor sind heute sexualisierte Bilder von Frauen, die Normen erzeugen und mit der Lebensrealität von Frauen nichts zu tun haben, Alltag.

Frauengesundheitszentren sind seit jeher Orte, an denen die Auseinandersetzung mit der eigenen Körperlichkeit eine große Rolle spielt. Hier wird Wissen über den eigenen Körper zugänglich gemacht, das hilft, sich selbst und der Klitoris neu zu begegnen.

Eine neue Studie, die im Journal of Psychosomatic Obstetrics & Gynecology veröffentlicht wurde, zeigt, dass das Betrachten von Bildern natürlicher Vulvas in all ihrer Unterschiedlichkeit Frauen dabei hilft, ihre eigenen Genitalien zu akzeptieren und zu mögen, auch den Frauen, die eine positive Vorstellung ihrer Genitalien haben.

Und genau darum geht es in dieser clio: Um die Vielfalt von Frauen und ihre Körper(lichkeit), um neue Wortschöpfungen, um Zugänge zu mehr Selbstakzeptanz. Was ist die Klitoris? Woraus besteht sie? Was ist die Vulvina? Wie wollen junge Frauen den weiblichen Körper benennen?

Anfang der 1970er Jahre wurde die vaginale Selbstuntersuchung von Frauen aus der Frauenbewegung als Möglichkeit gesehen und promotet, mehr über ihren Körper und körperliche Grundlagen zu erfahren. Die wichtigste Erkenntnis: Mit der Selbstuntersuchung wurde deutlich, wie unterschiedlich jede Frau ist. Welche Rolle spielt das Spekulum heute? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Sicht auf den eigenen Körper und Akzeptanz und Selbstvertrauen?

Was bedeutet die Genitalverstümmelung für Mädchen und Frauen in vielen Ländern jenseits eklatanter gesundheitlicher Folgen? Wie sieht die Situation in Deutschland und Europa aus?

Daran schließen sich zwei Themen an, die sich für manche Frauen leider als „Dauerbrenner“ herausstellen: Vaginalinfektionen und Blasenentzündungen. Hier geht es um die Wiederherstellung der Balance und dem Beenden chronischer Beschwerden.

Ein spannendes Heft, das die Sicht von Frauen aus der Frauengesundheitsbewegung und jungen Frauen zusammenführt.

Cornelia Burgert

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