clio - Die Zeitschrift für Frauengesundheit informiert Sie umfassend, ganzheitlich, verständlich und pharma-unabhängig.

Liebe Leserinnen,
clio 85 widmet sich dem Thema Schmerzen. Diese Ausgabe zeigt viele Facetten des Schmerzes auf und stellt Möglichkeiten des Umgangs vor, die erprobt sind, aber nicht unbedingt bekannt.

Wie immer stellen wir darüber hinaus erfolgreiche praktische Hilfen vor.

Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Ihr clio- und FFGZ-Team

clio 85 - Pressemitteilung

Schmerzen sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Schätzungsweise 10-20 Prozent der Menschen in Deutschland, das sind 8 bis 16 Millionen, sind allein von chronischen Schmerzen betroffen. Oft dauert es lange, bis die Diagnose geklärt ist. Jede/r fünfte ist der Meinung, dass ihre Schmerzen nicht adäquat behandelt werden. Und Schmerzen haben Auswirkungen - auf die eigene Befindlichkeit, auf Beziehungen und Privatleben, auf den Beschäftigenstatus etc.

Die aktuelle clio, Heft 85, widmet sich diesem Thema, beleuchtet aktuelle Erkenntnisse, die Genderspezifik, greift insbesondere Schmerzen auf, unter denen Frauen leiden, und stellt Möglichkeiten des Umgangs vor, die erprobt sind, aber nicht unbedingt bekannt.

Schmerz ist einerseits überlebenswichtig. Er dient als Warnsignal und hat die Aufgabe, den Körper zu schützen, indem er beispielweise auf eine Verletzung oder eine drohende Schädigung hinweist. Wenn Schmerzen andererseits über einen langen Zeitraum bestehen, verselbständigt sich der Schmerz und kann zur Qual für die Betroffenen werden. Dann spricht man von chronischem Schmerz. Bei vielen Erkrankungen gibt es neue und gute Ansätze zur Schmerztherapie, um die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Schmerzen zu verbessern.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen eine niedrigere Schmerzschwelle als Männer haben und auch Schmerzen früher als nicht mehr erträglich empfinden. Verantwortlich für die unterschiedliche Wahrnehmung sind die Sexualhormone. Östrogen steigert die Aufmerksamkeit und Aktivität des Nervensystems und verstärkt die Weiterleitung schmerzhafter Impulse ins Zentralnervensystem. Testosteron wirkt hingegen dämpfend.

Viele Belastungen schlagen sich körperlich nieder und schädigen zum Beispiel den Bewegungsapparat, können aber auch die psychische Gesundheit beeinträchtigen.

Frauen haben viele Erfahrungen mit Schmerzen. Viele von ihnen kennen Menstruationsschmerzen in den ersten Jahren der Pubertät, bis sich der Zyklus eingespielt hat. Bei einigen bleiben sie bis zu den Wechseljahren bestehen. Mögliche Ursachen können chronische Unterbauchschmerzen oder Endometriose sein.

Etliche bekommen Kopfschmerzen und Migräne, manchmal auch zyklusbedingt. Andere wiederum, oft Frauen ab den Wechseljahren, erleben Schmerzen an den Gelenken.

Das Empfinden von Schmerz und die Kommunikation darüber werden nicht nur vom Geschlecht, sondern auch von der jeweiligen Kultur und Herkunft geprägt.

Bei vielen führen (chronische) Schmerzen zur dauerhaften Einnahme von Schmerzmitteln, die wiederum neue Probleme verursachen und in eine Medikamentenabhängigkeit führen können.

Abgerundet wird clio 85 mit einem Artikel, der komplex traumatisierte Familiensysteme und die Weitergabe von Traumata über Generationen beleuchtet und zeigt, dass die Heilung individueller und kollektiver Traumata über die eigene Stimme möglich ist.

So zeigt diese Ausgabe viele Facetten des Schmerzes auf und stellt zahlreiche Möglichkeiten des Umgangs vor.

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