Liebe Unterstützer:innen und Verbündete,

am 25. November, dem internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen, machen wir gemeinsam sichtbar, was oft unsichtbar bleibt: Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein massives gesellschaftliches Problem – und sie hat weitreichende gesundheitliche, psychische und soziale Folgen.

Für uns im FFGZ ist dieser Tag jdes Jahr wieder Anlass, unseren Blick besonders auf jene Frauen zu richten, die sexualisierte Gewalt in ihrer Kindheit oder Jugend erlebt haben – und bis heute unter den gesundheitlichen Folgen leiden.

Mittlerweile ist anerkannt, dass Gewalt sich nicht nur psychisch, sondern auch körperlich manifestiert. Und dennoch erleben wir als einziges Informationszentrum zum Thema Gesundheitliche Langzeitfolgen von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend dazu eine riesige Versorgungslücke.

Viele Betroffene erleben unter anderem:

  • chronische Unterleibsschmerzen
  • Migräne, Schwindel, Atembeschwerden
  • Verdauungsprobleme
  • Hauterkrankungen
  • Schlafstörungen
  • chronische Müdigkeit und Erschöpfung
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Störungen des Immunsystems

Die Zusammenhänge zwischen früher sexualisierter Gewalt und gesundheitlichen Beschwerden sind jedoch vielen Ärzt:innen nicht bekannt. Sie werden selten aktiv erfragt – und bleiben damit unberücksichtigt. Betroffene erhalten dadurch oft Behandlungen, die an den Ursachen vorbeigehen und unnötig belastend sein können.

Gleichzeitig fällt es vielen Frauen und betroffenen queeren Personen schwer, medizinische Hilfe überhaupt in Anspruch zu nehmen, da diese retraumatisierend wirken kann.

Umso wichtiger ist es, dass Betroffene fachlich fundierte, traumasensible und parteiliche Unterstützung erhalten.

Im FFGZ schaffen wir einen Raum, in dem Zusammenhänge verstanden, Beschwerden ernst genommen und neue Wege der Selbstfürsorge möglich werden.

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Sorge um notwendige Strukturen

Drohende Kürzungen im Anti-Gewalt-Bereich

Mit wachsender Besorgnis blicken wir auf mögliche Kürzungen im Anti-Gewalt-Bereich. Schon jetzt sind viele Stellen unterfinanziert – Beratungsstellen wie wir, Frauenhäuser, spezialisierte Gesundheitsangebote und präventive Projekte arbeiten am Limit.
Jede Kürzung bedeutet weniger Sicherheit, weniger Stabilität und weniger Handlungsmöglichkeiten für Betroffene.

Kundgebung Kürzt ihr uns zu Tode?! am 25.11.2025 um 16 Uhr in Berlin 

Den Aufruf und alle Informationen findet ihr hier!

Wir fordern:
Keine Kürzungen bei Schutz, Beratung und Prävention – sondern einen Ausbau!

Wir brauchen sichere, parteiliche Räume

Gewaltbetroffene Frauen brauchen Orte, an denen sie ohne Druck, ohne Bewertung und ohne Angst reden können. Räume, die Sicherheit, Vertrauen und Parteilichkeit bieten.

  • Orte, an denen Betroffene gesehen und ernst genommen werden
  • Orte, an denen Aufklärung ohne Bevormundung passiert
  • Orte, die traumasensibel begleiten
  • Orte, die Selbstbestimmung stärken

Traumatisierung und gesundheitliche (Langzeit-)Folgen. Symptome – Zusammenhänge – neue Perspektiven

Dienstag, 02.12.2025 18:00 Uhr 

In diesem betroffenenzentrierten Vortrag mit Austausch geht es darum, die gesundheitlichen (Langzeit-)Folgen von Traumatisierung (in Verbindung mit sexualisierter Gewalt) besser zu verstehen. Wir schauen gemeinsam darauf, wie sich Symptome zeigen und einordnen lassen, welche Sinnzusammenhänge erkennbar sind und was diese Erkenntnisse für den eigenen Alltag und Umgang damit bedeuten können.

Eine Anmeldung ist erforderlich! Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im FFGZ statt. Es gibt begrenzte Plätze.

Infos und Anmeldung

Weitere Veranstaltungen:

Online-Veranstaltung: Kraftquelle Gesunder Darm

Montag, 24.11.2025 um 18:00 Uhr 

Was ist das Mikrobiom, was hat es mit der Darm-Immun-Achse, Darm-Hirn-Achse, der Darm-Haut-Achse und der Darm-Leber-Achse auf sich und wie können wir mit unserer Ernährung und natürlichen Mitteln die Darmgesundheit unterstützen?

Infos und Anmeldung

Impulse: Zeit, sich zu stärken! (Kurs über 3 Termine)

Ab Dienstag, 25.11.2025 um 10:00 Uhr 

Erwerbslos oder langfristig arbeitsunfähig – für viele Frauen ist diese Lebenssituation belastend. Möglicherweise sind sie körperlich oder psychisch aus dem Gleichgewicht, Gesundheit und Wohlbefinden sind beeinträchtigt oder es fehlt an Energie. Was lässt sich tun, um das Befinden zu verbessern? Mit einer Mischung aus Infos, Austausch und alltagstauglichen praktischen Übungen regt der Kurs dazu an, sich zu stärken und einen selbstfürsorglichen Umgang mit sich zu entwickeln.

Der Kurs ist kostenfrei!

Infos und Anmeldung

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