"Wechseljahre - Praktische Begleitung für diese Lebensphase"

Auf 112 Seiten informiert die Broschüre "Wechseljahre - Praktische Begleitung für diese Lebensphase" zu Veränderungen in dieser Lebensphase, gibt zahlreiche Informationen zum Umgang mit Beschwerden, zeigt den aktuellen Stand zur Hormontherapie auf, enthält Kapitel zu Frauen und Herz sowie zu Knochengesundheit und Osteoporose und hat einen ausführlichen Serviceteil. In der Gynäkologie werden Hormone noch immer häufig verordnet - trotz riskanter gesundheitlicher Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, Alternativen gar nicht erst aufgezeigt. Hier finden Frauen sehr viele Informationen rund um diese Lebensphase und Alternativen bei Beschwerden.

Auflage: 112 Seiten (ISBN: 978-3-930766-60-4)

Pressemitteilung

Die Wechseljahre: Gynäkologische Fachgesellschaften setzen auf gezielte Desinformation, um die Hormontherapie wieder zu etablieren

Seit dem Abbruch der WHI-Studie im Jahr 2002 ist nachgewiesen und durch die Nachbeobachtung im Jahr 2013 bestätigt, dass die Hormontherapie in den Wechseljahren nur unter engen Vorgaben verordnet werden soll. Ihr potenzieller Schaden ist höher als ihr Nutzen. In der Nachbeobachtung der WHI-Studie brachte sie den Frauen im Vergleich zum Placebo keinerlei Nutzen. Dies galt für alle Altersstufen. Die gesundheitlichen Schäden sind hinreichend bekannt, u.a. Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfälle, Demenz, Brustkrebs. WissenschaftlerInnen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) führen etwa 20% der Erkrankungen an invasivem Brustkrebs hierzulande auf die Hormontherapie in den Wechseljahren zurück und mahnen zu einem Verzicht auf die Hormontherapie, wo sie nicht unbedingt notwendig ist.

Doch all das hält gynäkologische Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, den Berufsverband der Frauenärzte und die Deutsche Menopausengesellschaft nicht davon ab, mit gezielter Desinformation die Hormontherapie wieder etablieren zu wollen, die Risiken zu ignorieren und ein völlig übertriebenes Bild der Probleme von Frauen in den Wechseljahren zu zeichnen. So wird auf zynische Art und Weise versucht, Frauen in Angst und Schrecken zu versetzen und ihre Gesundheit zu gefährden.
Darüber hinaus gibt es einen weiteren problematischen Trend: Die rasant ansteigende Verordnung von Psychopharmaka, insbesondere von Antidepressiva, in dieser Lebensphase. Ein Hinweis darauf, dass Frauen sich in belasteten Lebenssituationen befinden und Unterstützung, z.B. in der Pflege, brauchen.

So werden weiterhin die Wechseljahre von Frauen trotz langanhaltender Kritik medikalisiert, dringend notwendige, unabhängige Informationen und Unterstützung Fehlanzeige.

Die Interessen und Bedarfe von Frauen sind ganz anders gelagert. Sie sind auf der Suche nach unabhängigen und hilfreichen Informationen zur Bewältigung dieser Lebensphase und nach unschädlichen Therapieoptionen bei Wechseljahresbeschwerden sowie Lösungen für ihre Belastungssituationen.

Die neu aufgelegte Broschüre des Frauengesundheitszentrums Berlin füllt genau diese Lücke und unterstützt Frauen darin, eigenständig aktiv zu werden.

Cornelia Burgert

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